Hunde für Menschen

Ausbildung

Ausbildungsphilosophie

Bei der Ausbildung unserer Hunde liegt es uns sehr am Herzen dem Hund bestmögliche Voraussetzungen zu bieten. In allen Bereichen wird der Hund mit Ruhe sowie Geduld und freundlicher Bestimmtheit auf seine zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Dabei sind klare Strukturen und eine einfache Kommunikation unerlässlich. Ebenso gehören Spiel, Spaß und Spannung sowie die Belohnung durch Futter oder das Spielzeug und die Stimme als positive Verstärkung dazu.

Eignung

Es gibt keine vorgeschriebenen Rassen oder Größen für einen Therapie bzw. Assistenzhund. Vorwiegend findet man für diese Arbeit Labrador- oder Golden Retriever.

Es können sich ebenso Mischlinge oder auch durchaus Hunde aus dem Tierheim für diese Aufgaben eignen. Mit der Ausbildung zum Assistenzhund kann man schon im Welpenalter beginnen, der therapeutische Begleithund sollte ein Mindestalter von zwei Jahren haben um den Aufgaben in den Heimen und Einrichtungen gewachsen zu sein.

 

Veranlagung

Der Hund sollte

  • gesund sein und keine körperlichen Einschränkungen haben.
  • Arbeitsfreude mitbringen und den Willen haben seinem Hundeführer zu gefallen.
  • Freude am Apportieren zeigen.
  • unerschrocken gegenüber Geräuschen und hektischen Bewegungen sein.
  • keinen Stress bei körperlichen Berührungen empfinden.
  • geringes Aggressionspotential aufweisen.
  • neugierig und interessiert auf fremde Menschen zugehen.
  • einen guten Grundgehorsam und eine gute Bindung zu seinem Hundeführer haben.
  • ohne Einsatz von Zähnen ein Leckerli aus der Menschenhand nehmen.

 

Ausbildung zum Assistenzhund

Der Weg vom Welpen bis zum Assistenzhund beträgt circa zwei Jahre.

Beginnend von der achten Woche bis zur 16. Woche durchläuft der Hund die Welpenschule. Anschließend beginnt bis ungefähr zum achten Monat die Junghundephase. Die intensivste Zeit, die Hauptphase, ist nach circa eineinhalb Jahren abgeschlossen. Im Anschluss erfolgt die Eingliederungsphase in die Familie. Selbstverständlich wird Hund und Familie auch nach der circa zweijährigen Ausbildung weiterhin nachbetreut.

 

Welpenschule

 In der Welpenschule steht die spielerische Welpenerziehung, Sozialisierung und das Kennenlernen der Umwelt im Mittelpunkt. Ebenso werden die ersten Grundbegriffe der Unterordnung vermittelt und begonnen den Hund mit dem Apportieren vertraut zu machen.

 

Junghundephase

In dieser werden die gelernten Hörzeichen weiter gefestigt und die Apportierarbeit ausgebaut. Zudem wird die Gewöhnung an die Umwelt mit Stadtgängen und anderen alltäglichen Vorkommnissen erweitert.

 

Hauptphase

In der Hauptphase wird der Hund auf seine zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Dazu gehört zum Beispiel das erforderliche Erlernen aller Tätigkeiten, wie das Öffnen von Türen oder das Apportieren des Blutzuckermessgerätes. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Aufbau der Geruchswahrnehmung des Unter- bzw. Überzuckers und der exakten Anzeige solcher.

 

Eingliederungsphase

Am Ende seiner Ausbildung steht der Aufbau der Hund-Mensch-Beziehung in der jeweiligen Familie im Mittelpunkt, welche der Hund schon in der Haupthase kennengelernt hat. Der Betroffene wird in dieser Phase mit der Kommunikation, Körpersprache und Koordination des Hundes vertraut gemacht. Auch wird intensiv an dem Erlernen der Fähigkeiten für die späteren Aufgaben trainiert.